Frieden ist kein Leben auf einer rosaroten Wolke

70 Frauen trafen sich zu einem Friedenslied in der KLVHS Oesede
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Mitschnitt unseres Friedensliedes

Dass Frieden kein „Leben auf einer rosaroten Wolke“ bedeutet, machten am 17. März 70 Frauen deutlich, die auf Einladung von Judith Soegtrop-Wendt, pädagogische Mitarbeiterin der Katholischen Landvolkhochschule (KLVHS) Oesede, ins LandForum der KLVHS gekommen waren. Die Gruppe aus unterschiedlichen Religionen und Nationen und verschiedenen Altersgruppen bildete einen Spontanchor, um ein Friedenslied zu singen.

Zu Beginn äußerten die Teilnehmerinnen ihre Motivation durch persönliche Statements: „Terrorismus hat keine Religion – lasst uns in Frieden zusammen leben!“ „Ich tue das, was ich kann, mit dem, was ich habe, wo immer ich bin!“ „Wir Frauen sollen mutig sein und die Stimme erheben!“ „Wehret den Anfängen. Wir wollen keinen Rechtsextremismus und keinen Rassismus in Deutschland. Wir wollen Frieden!“ „Niemals Gewalt gegen Kinder. Frieden fängt Zuhause an!“

Moderation
Die Teilnehmerinnen wurden eingeladen, ihre persönliche Motivation zu dieser Veranstaltung zu äußern

Judith Soegtrop-Wendt führte aus, was Frieden für sie bedeutet: „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg.“ Ein Leben in Parallelgesellschaften oder zunehmende Akzeptanz gegenüber menschenabwertenden Äußerungen sei noch nicht gleichbedeutend mit Frieden? „Frieden ist kein Leben auf einer rosaroten Wolke, sondern eine Grundhaltung, die es erträgt, dass es unterschiedliche  Meinungen und Lebensentwürfe gibt“, so die Referentin weiter. Frieden sei die Kultur einer Auseinandersetzung, bei der es nicht darum gehe, Unterschiede zu verwischen oder zu egalisieren, sondern innerhalb dieser Verschiedenheit eine eigene Identität zu entwickeln.

An diesem Tag ging es darum, ein Friedenslied mit Liebe und Respekt für die vielen geflüchteten Menschen zu singen, die Schlimmes erlebt haben und hier eine neue Heimat suchen. Dabei bezog man die vielen Menschen in Deutschland ein, die ihnen mit Offenheit begegnen und ihnen helfen, Heimat zu finden.

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 Vokalcoach Janina Ruopp (rechts) und Judith Soegtrop-Wendt von der KLVHS leiteten die Veranstaltung zum Friedenslied

Unter der Leitung von Vokalcoach Janina Ruopp studierten die Teilnehmerinnen das Lied „prayer of the mothers“ mit sichtlich viel Spaß beim gemeinsamen Singen. „In dieses Lied haben wir unsere Hoffnungen und Forderungen eingebaut“, hob die Referentin hervor.

Das Friedenslied wird am 24. Mai um 20 Uhr gemeinsam mit der Revolutzajam in der Osnabrücker Herz-Jesu-Kirche einer noch größeren Öffentlichkeit vortragen. „Auf diese Weise wollen wir unsere Forderung nach Frieden Schritt für Schritt voranbringen“, machte Judith Soegtrop-Wendt deutlich.

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Teilnehmende junge Frauen übernahmen auch die Rolle von Solistinnen.



Beiträge die zu dieser Veranstalltung im Radio ausgestrahlt wurden:

Ruth Beerbom vom Bernward Rundfunk Osnabrück verschaffte dieser Friedensaktion
mit ihrem engagierten Beitrag bei Antenne Niedersachsen und Radio ffn Gehör:  
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In „die Kirche“ hat Ruth Beerbom über die Bedrohung der friedlichen Gesellschaft
und den Traum von Frieden und Wohlstand für alle „nachgedacht“:
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